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Auf einen Blick:
Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Förderwettbewerb Sie wollen in Ihrem Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz umsetzen oder Prozesswärme aus erneuerbaren Energien nutzen?

Einleitung

CO2 jetzt reduzieren

© stock.adobe.com - K.C.

Dann ist die "Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Förderwettbewerb" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vielleicht genau richtig für Sie!

Im Wettbewerb werden Investitionen in neue hocheffiziente Technologien sowie Maßnahmen, die den Anteil der erneuerbaren Energien zur Bereitstellung von Prozesswärme ausbauen, bis zu 50 Prozent gefördert, die sich ohne Förderung erst nach einem Zeitraum von mindestens vier Jahren (energiekostenbezogene Amortisationszeit) rentieren würden. Die Förderung ist dabei akteurs-, sektor- und technologieoffen.

Sie entscheiden selbst, mit welchen Maßnahmen die Energieeffizienz verbessert und so Einsparpotenziale erschlossen werden. Ob eine veraltete Technik erneuert, eine Anlage vorzeitig ersetzt oder um neue energieeffiziente Komponenten ergänzt wird, spielt keine Rolle.
Wichtig ist: Energie- bzw. CO2-Einsparungen werden erzielt. Betrachten Sie die große Auswahl von spannenden Projektbeispielen.

Sofern man im Wettbewerb erfolgreich ist, wird außerdem die Erstellung des für die Antragstellung erforderlichen Einsparkonzepts und die Umsetzungsbegleitung der geförderten Investitionsmaßnahme durch externe Energie-Sachverständige als förderfähige Kosten anerkannt. Informieren Sie sich zu den Förderbedingungen.

Alle Unternehmen, egal welcher Rechtsform – vom Familienunternehmen bis hin zum großen Industrieunternehmen – können Förderanträge stellen. Auch für Contractoren ist der Förderwettbewerb offen.

Warum ein Wettbewerb?

Anders als bei einem klassischen Förderprogramm orientiert sich die Förderentscheidung an der sogenannten Fördereffizienz: Diese setzt die beantragte Fördersumme ins Verhältnis zur erwarteten CO2-Einsparung: Je höher die Einsparung oder je geringer die beantragte Förderung ist, desto besser ist die Fördereffizienz und damit die Chance im Wettbewerb erfolgreich zu sein und eine Förderung zu erhalten.

Was müssen Sie noch wissen?

Pro Jahr gibt es mehrere Wettbewerbsrunden. Wird das zur Verfügung stehende Budget der jeweiligen Wettbewerbsrunde um 50 Prozent vor Bewerbungsschluss überzeichnet, kann eine Wettbewerbsrunde auch vorzeitig geschlossen werden. Alle Anträge, die zu einem Wettbewerbsstichtag (Bewerbungsschluss) vorliegen, werden auf Vollständigkeit, Einhaltung der Wettbewerbsbedingungen sowie Plausibilität geprüft. Die positiv bewerteten Anträge werden entsprechend ihrer Fördereffizienz in ein Ranking eingeordnet. Bisher wurden 8 Runden durchgeführt.

Anfang 2021 geht es weiter mit der 9. Wettbewerbsrunde!

Der Förderwettbewerb Energieeffizienz ist als langfristiges Instrument im Klimaschutzprogramm 2030 ausgelegt. Wann es mit der 9. Wettbewerbsrunde Anfang 2021 weitergeht, erfahren Sie demnächst auf der Programm-Webseite und dort mit Detailinformationen zur Antragstellung unter der Rubrik "Wettbewerbsrunden". Erhalten Sie hierzu auch erste Informationen im Online-Tutorial am 11.12.2020.

Bei allen Fragen rund um den Förderwettbewerb Energieeffizienz steht Ihnen der Projektträger:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, unter der
Beratungs-Hotline: (Tel. 030 310078-5555),
per E-Mail: (weneff@vdivde-it.de) und in
Online-Tutorials

sehr gerne zur Verfügung!

Interview mit dem Energiemanager der Nordenhamer Zinkhütte:
Der Förderwettbewerb Energieeffizienz lohnt sich!

Einleitung

Praxisbeispiel: Sauberer Strom durch Abwärme - Mit Volldampf CO2 sparen Bild vergrößern

© Dr. Günter Halle - Nordenhamer Zinkhütte GmbH

In Deutschland stehen pro Jahr theoretisch 226 TWh potentiell nutzbare Abwärme aus Industrieprozessen zur Verfügung. Oft lässt sich jedoch die Abwärme aufgrund des niedrigen Temperaturniveaus oder fehlender Anwendungsmöglichkeiten, wie z. B. zur Prozesswärmebereitstellung, nicht nutzen. Die Nordenhamer Zinkhütte GmbH wird ihre Abwärme künftig zur Stromerzeugung nutzen und den Strom anschließend ins werksinterne Netz einspeisen. Funktionieren tut das Ganze mit Hilfe von vier ORC-Modulen (ORC=Organic-Rankine-Cycle) über die der bisher ungenutzte Dampf geleitet wird. So können jährlich 5.285 MWh Strom erzeugt werden, was einer CO2-Einsparung von 2.838 t CO2 pro Jahr entspricht.

Aufgrund der hohen Amortisationszeit des geplanten Energieeffizienz-Projektes hat sich die Nordenhamer Zinkhütte für eine Teilnahme am Förderwettbewerb Energieeffizienz entschieden und Fördermittel für die Vorhabensumsetzung beantragt.

Marco Spohler ist bei der Nordenhamer Zinkhütte GmbH verantwortlich für das Umwelt- und Energiemanagement und leitet das geförderte Projekt im Förderwettbewerb Energieeffizienz.

Herr Spohler, wie sind Sie auf den Förderwettbewerb Energieeffizienz aufmerksam geworden?

Die Nordenhamer Zinkhütte GmbH ist Teilnehmer des Energieeffizienznetzwerkes WVMPlus 2.0. Dort tauschen wir uns regelmäßig zu Effizienzmaßnahmen mit den anderen Netzwerkteilnehmern aus und werden zusätzlich über Fördermöglichkeiten informiert. Nachdem der Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH uns telefonisch zu Fördermodalitäten und notwendigen Antragsunterlagen beraten hatte, haben wir uns schnell für eine Teilnahme am Förderwettbewerb Energieeffizienz entschieden.

Warum haben Sie sich für den Förderwettbewerb Energieeffizienz entschieden?

Unsere Effizienzmaßnahme ist sehr kostenintensiv. Ohne die Förderung hätten wir keine Möglichkeit gesehen, das Projekt wirtschaftlich umsetzen zu können. Zugleich hatte die geplante Maßnahme ein relativ gutes Verhältnis von Fördermittelbedarf zu CO2-Einsparung (Fördereffizienz), sodass wir uns eine gute Platzierung im Wettbewerb um die Fördermittel erhofften.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Programm gemacht?

Sehr gute! Unser Antrag wurde von der Einreichung bis zum Zuwendungsbescheid schnell und unbürokratisch bearbeitet und bei Fragen, etwa zur administrativen Projektabwicklung, steht uns ein direkter Ansprechpartner des Projektträgers auch telefonisch zur Seite.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum geförderten Projekt der Nordenhamer Zinkhütte.

Weitere Informationen zum Förderwettbewerb Energieeffizienz erhalten Sie in unseren ca. einstündigen Online-Tutorials in denen Ihnen Experten für Ihre Fragen zur Verfügung stehen, sowie auf der Programm-Webseite.

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