Gefördertes Projekt im Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz:  Dampferzeugung aus Teetreber - Biomassefeuerung (Lebensmittelindustrie)

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Ein großer Hersteller von verschiedenen Teeprodukten (Extrakten) möchte seine etwa 18.000 t pro Jahr anfallende Teetreber- und Teerestemenge energetisch nutzen, anstatt diese kostenaufwändig zu entsorgen. Der Wassergehalt des Teetrebers beträgt circa 80 Prozent. Für eine Verbrennung ist eine vorgelagerte Entwässerung auf 60 Prozent Wassergehalt sowie die Mischung mit trockenen Teeresten erforderlich.

Der Biomasse-Sattdampfkessel soll dabei eine Dampfleistung von 12 t pro Stunde aufweisen und dadurch die Grundlasterzeugung, welche derzeit über die Erdgasdampfkessel erfolgt, substituieren. Durch den Biomassekessel können ca. 48.000 MWh (80 Prozent) des jährlichen Dampfbedarfes gedeckt werden. Die verbleibenden 20 Prozent werden weiterhin über die bestehenden Erdgas-Dampfkessel abgedeckt. Der brennwertbezogene Erdgasverbrauch des konventionellen Dampferzeugers kann um etwa 53.000 MWh pro Jahr reduziert werden. Die erwartete THG-Einsparung gegenüber dem IST-Zustand beträgt jährlich circa 9.130 t THG pro Jahr

Die Biomassefeuerung soll die Produktionsreststoffe Teereste und Teetreber energetisch nutzen. Als weiterer Brennstoff kann eigenes Palettenrestholz (A1-Holz) nach einer externen Zerkleinerung sowie extern bezogenes Landschaftspflegematerial eingesetzt werden. Bis zu 50 massen-Prozent des jährlichen Brennstoffbedarfs können dabei durch eigene Reststoffe gedeckt werden.