Praxisbeispiel: Glen Dimplex Deutschland GmbH

© Glen Dimplex Deutschland GmbH

Die Integration von effizienteren Verfahren in bestehende Anlagen und Prozesse kann klimaschädliche CO2-Emissionen oft signifikant senken und einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Industrie leisten.

Situation vor Ort

Die Glen Dimplex Deutschland GmbH ist Teil der international tätigen Glen Dimplex-Gruppe mit Stammsitz in Irland. Das Unternehmen entwickelt energieeffiziente Systemlösungen zum Heizen, Kühlen und Lüften für Wohn- und Geschäftsgebäude.
Am Standort in Kulmbach werden im 3-Schicht-Betrieb Wärmepumpen hergestellt und vertrieben. In den nächsten Jahren sollen die Produktionskapazitäten ausgebaut, aber trotzdem die CO2-Emissionen des Unternehmens deutlich gesenkt werden.

Während des Herstellungsprozesses für die Wärmepumpen kam es bisher zu Leckagen bei der Kühlmittelapplikation. Dies liegt zum einen daran, dass die verwendeten Flaschen nicht vollständig entleert werden können, so dass stets eine Restmenge ungenutzt zurückbleibt.

Zum anderen kommt es bei der Entnahme des Kältemittels und der Integration der Flaschen und Fässer in die Wärmepumpe zu Schwund, weil sie entweder nicht richtig mit dem Verbindungselement verdichtet sind, die Verbindungselemente selbst Schwachstellen aufweisen oder die Einbringung nicht korrekt erfolgt. Das Problem tritt im Produktionsprozess für Wärmepumpen häufig auf und betrifft auch andere Hersteller.

Das Effizienzprojekt

Um Leckagen zu vermeiden, hat Glen Dimplex ein integratives Tanksystem installiert, welches eine sichere Verbindung zwischen Tank und Einführung des Kältemittels in die Wärmepumpe gewährleisten soll. Das System, bestehend aus dem Tankbehälter für das Kältemittel und Komponenten für die Befüllung, ersetzt künftig die bisher erforderliche Lieferung der Kältemittel in Flaschen und Fässer.

Um an das neue Befüllsystem angebunden zu werden, müssen die Produktionsprozesse umgestellt und neue Messsysteme, ein Technikraum sowie zusätzliche Sicherheitsvorrichtungen eingerichtet werden.

Durch die Verfahrensumstellung in der Kühlmittelbereitstellung kommt es künftig nicht mehr zu Verlusten durch Leckagen und Schwund. Zudem ermöglicht die Maßnahme den Umstieg von verschiedenen Kältemitteln auf ein einziges, umweltfreundlicheres Kältemittel. Die Umsetzung der Maßnahme ermöglicht eine Reduktion von rund vier Tonnen an Kältemittelleckagen pro Jahr und eine jährliche Senkung der Emissionen um 5.697 Tonnen CO2.

Bei Glen Dimplex sind wir uns der Verantwortung für die ökologischen Auswirkungen unseres Handelns bewusst. Wir stellen nicht nur nachhaltige Produkte her, sondern wollen auch unsere Produktionsprozesse so energieeffizient und klimafreundlich wie möglich gestalten. Die durch die EEW geförderte Maßnahme hat uns auf dem Weg dahin einen wichtigen Schritt weitergebracht,

so Thomas Dittmann, Director Operations, Purchase & Supply für den Bereich Heating & Ventilation bei Glen Dimplex Deutschland GmbH.

Die in den Praxisbeispielen aufgeführten Förderkonditionen beziehen sich auf die zum damaligen Antragsdatum des Projektes gültige Förderrichtlinie des EEW-Förderwettbewerbs. Förderkonditionen und Förderinhalte können daher von den aktuellen Fördermöglichkeiten abweichen.